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Brauner Zwergkaiserfisch (Centropyge eibli)

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Brauner Zwergkaiserfisch (Centropyge eibli)

Bild: KI generiert

Zusammenfassung

Der Braune Zwergkaiserfisch ist ein attraktiver Meerwasserfisch aus dem Indopazifik. Trotz seines Namens ist er ein reiner Salzwasserbewohner, der Korallenriffe besiedelt. Mit seinen charakteristischen orangebraunen Streifen auf grauem Grund und dem leuchtend blauen Flossenrand ist er ein beliebter Bewohner in Meerwasseraquarien.

Der Braune Zwergkaiserfisch ist ein attraktiver Meerwasserfisch aus dem Indopazifik. Trotz seines Namens ist er ein reiner Salzwasserbewohner, der Korallenriffe besiedelt. Mit seinen charakteristischen orangebraunen Streifen auf grauem Grund und dem leuchtend blauen Flossenrand ist er ein beliebter Bewohner in Meerwasseraquarien.

Steckbrief: Brauner Zwergkaiserfisch (Centropyge eibli)
Wissenschaftlicher NameCentropyge eibli
OrdnungBarschartige (Perciformes)
FamilieKaiserfische (Pomacanthidae)
GattungCentropyge
Größe10–15 cm
Gewicht20–50 g
Lebenserwartung8–12 Jahre
VerbreitungIndopazifik (Sri Lanka bis Indonesien)
LebensraumSalzwasser – Korallenriffe und Felsriffe im Indopazifik
SchutzstatusNicht gefährdet (LC) – IUCN
Aquariumab 300 Liter (Meerwasser)
Temperatur24–27 °C
pH-Wert8.1–8.4
WasserhärteMeerwasser (dKH 8–12)

Beschreibung & Aussehen

Der Braune Zwergkaiserfisch erreicht eine Größe von 10–15 cm und zeigt eine elegante Farbgebung. Der Körper ist grau bis perlmuttfarben mit zahlreichen vertikalen orangebraunen bis rotbraunen Streifen. Der hintere Körperbereich und die Schwanzflosse gehen in ein dunkles Braun bis Schwarz über, eingefasst von einem leuchtend blauen Saum an Rücken- und Afterflosse.

Die Körperform ist typisch für Zwergkaiserfische – hochrückig und seitlich abgeflacht mit einem kleinen Maul. Am Kiemendeckel sitzt ein kräftiger Dorn, der bei der Handhabung Verletzungen verursachen kann. Jungtiere ähneln in der Färbung den Adulten, zeigen aber weniger Kontrast. Im Aquarium entwickelt sich die volle Farbenpracht mit zunehmendem Wohlbefinden.

Verbreitung & Lebensraum

Der Braune Zwergkaiserfisch ist ein reiner Meerwasserfisch und kommt im Indopazifik vor – von Sri Lanka und den Malediven über Indonesien bis nach Weihnachtsinsel und Kokosinseln. Er besiedelt Korallenriffe und Felsriffe in Tiefen von 3–30 Metern.

Sein natürlicher Lebensraum sind reich strukturierte Riffbereiche mit vielen Spalten und Höhlen, in die er sich bei Gefahr zurückzieht. Er lebt dort in kleinen Harems aus einem Männchen und mehreren Weibchen. Wie alle Zwergkaiserfische ist er ein protogynischer Hermaphrodit – alle Tiere werden als Weibchen geboren, und das dominante Tier wandelt sich bei Bedarf zum Männchen um.

Lebensweise & Verhalten

Der Braune Zwergkaiserfisch ist tagaktiv und durchstreift sein Revier auf der Suche nach Nahrung. Er lebt in kleinen Gruppen mit einem dominanten Männchen und mehreren Weibchen. Das Männchen verteidigt sein Harem gegen rivalisierende Männchen, ist innerhalb der Gruppe aber relativ friedlich.

Im Aquarium zeigt er ein typisches Zwergkaiserfisch-Verhalten: Er durchstreift den gesamten Riffaufbau, pickt an Algenbelägen und Lebendgestein und zieht sich abends in eine bevorzugte Schlafhöhle zurück. Gegenüber anderen Zwergkaiserfischen kann er territorial werden, weshalb du nur eine Art pro Becken halten solltest, es sei denn das Aquarium ist sehr groß.

Ernährung

In der Natur ernährt sich der Braune Zwergkaiserfisch hauptsächlich von Algen, Schwämmen, Tunikaten und kleinen Wirbellosen, die er von Riffoberflächen abweidet. Im Aquarium solltest du eine abwechslungsreiche Diät mit hohem pflanzlichen Anteil anbieten.

Biete Spirulina-Flocken, Nori-Algenblätter, Frostfutter (Artemia, Mysis) und spezielles Zwergkaiserfisch-Futter an. Mehrmals täglich kleine Portionen füttern ist besser als eine große Mahlzeit. Frisches Lebendgestein mit natürlichem Algenbewuchs bietet zusätzliche Weidemöglichkeiten. Einige Exemplare zwicken an Korallen – besonders an Weich- und LPS-Korallen –, was bei der Riffaquarien-Haltung berücksichtigt werden muss.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung findet in der Dämmerung statt. Das Männchen umwirbt ein Weibchen mit einer charakteristischen Balz, bei der es die Flossen aufstellt und um das Weibchen herumschwimmt. Beide steigen dann gemeinsam zur Wasseroberfläche auf, wo Eier und Sperma gleichzeitig ins freie Wasser abgegeben werden.

Die winzigen, pelagischen Eier treiben im Plankton und schlüpfen nach etwa 24 Stunden. Die Larven sind extrem klein und schwierig aufzuziehen. Eine erfolgreiche Nachzucht im Heimaquarium ist bisher nur vereinzelt gelungen und erfordert spezialisierte Aufzuchtbecken mit Plankton-Kulturen. Die meisten im Handel erhältlichen Tiere sind Wildfänge.

Haltung im Aquarium

Der Braune Zwergkaiserfisch benötigt ein gut eingefahrenes Meerwasseraquarium ab 300 Litern mit reichlich Lebendgestein und Riffaufbauten, die Höhlen und Spalten bieten. Die Wasserqualität muss den Anforderungen eines Riffaquariums entsprechen: Temperatur 24–27 °C, pH 8,1–8,4, Salinität 1,023–1,025.

Er lässt sich gut mit anderen friedlichen Riffbewohnern vergesellschaften, sollte aber nicht mit anderen Zwergkaiserfischen kombiniert werden. Vorsicht ist bei empfindlichen Korallen geboten, da er gelegentlich an Korallpolypen zupft. In einem gut etablierten Riffaquarium mit ausreichend natürlicher Nahrung (Algenbewuchs auf Lebendgestein) ist die Haltung unkompliziert.

Gefährdung & Schutzstatus

Der Braune Zwergkaiserfisch wird von der IUCN als „Least Concern" (nicht gefährdet) eingestuft. Die Art ist in ihrem Verbreitungsgebiet häufig und die Populationen gelten als stabil.

Die größte potenzielle Bedrohung stellt die Korallenbleiche durch den Klimawandel dar, die seinen Lebensraum beeinträchtigen könnte. In der Aquaristik stammen die meisten Tiere aus Wildfängen, die hauptsächlich aus Indonesien und Sri Lanka exportiert werden. Eine nachhaltige Sammlung und die Förderung von Nachzuchten sind wichtig für den langfristigen Schutz der Art.

Quellen

  1. FishBase: Centropyge eiblifishbase.se
  2. IUCN Red List: Centropyge eibliiucnredlist.org
  3. Debelius, H. & Kuiter, R. H. (2006): World Atlas of Marine Fishes. IKAN.
  4. Michael, S. W. (2004): Angelfishes & Butterflyfishes. TFH Publications.
  5. Coral Magazine – Zwergkaiserfische im Riffaquarium – coral-magazine.com

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