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Corydoras Sterbai (Corydoras sterbai)

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Corydoras Sterbai (Corydoras sterbai)

Bildquelle: Ron Kuenitz / shutterstock.com

Zusammenfassung

Corydoras Sterbai ist einer der beliebtesten Panzerwelse in der Aquaristik und besticht durch seine attraktive Zeichnung aus weißen Punkten auf dunklem Grund und seine leuchtend orangefarbenen Brustflossenstacheln. Als geselliger Bodenbewohner ist er ein idealer Mitbewohner für tropische Gemeinschaftsaquarien.

Corydoras Sterbai ist einer der beliebtesten Panzerwelse in der Aquaristik und besticht durch seine attraktive Zeichnung aus weißen Punkten auf dunklem Grund und seine leuchtend orangefarbenen Brustflossenstacheln. Als geselliger Bodenbewohner ist er ein idealer Mitbewohner für tropische Gemeinschaftsaquarien.

Steckbrief: Corydoras Sterbai (Corydoras sterbai)
Wissenschaftlicher NameCorydoras sterbai
OrdnungWelsartige (Siluriformes)
FamiliePanzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae)
GattungCorydoras
Größe5–7 cm
Gewicht5–10 g
Lebenserwartung8–12 Jahre
VerbreitungSüdamerika (Bolivien, Brasilien – Rio Guaporé)
LebensraumSüßwasser – sandige Flussbereiche des Rio Guaporé
SchutzstatusNicht gefährdet (LC) – IUCN
Aquariumab 80 Liter
Temperatur24–28 °C
pH-Wert6.0–7.5
Wasserhärte2–15 °dGH

Beschreibung & Aussehen

Corydoras Sterbai wird 5–7 cm groß und zeigt eine der attraktivsten Zeichnungen unter den Panzerwelsen. Der Kopf ist dunkelbraun bis schwarz mit einem Muster aus weißen bis gelblichen Punkten, die sich bis zum vorderen Körperdrittel erstrecken. Am restlichen Körper gehen diese Punkte in dunkle Streifen auf hellerem Grund über.

Das markanteste Merkmal sind die leuchtend orangefarbenen Brustflossenstacheln und die orange gefärbten Bauchflossen – ein unverwechselbares Erkennungsmerkmal, das ihn von allen anderen Corydoras-Arten unterscheidet. Der Körper ist gepanzert mit zwei Reihen überlappender Knochenplatten. Wie alle Panzerwelse besitzt er Barteln am Maul, mit denen er den Bodengrund nach Nahrung abtastet.

Verbreitung & Lebensraum

Corydoras Sterbai stammt aus dem Einzugsgebiet des Rio Guaporé (auch Rio Iténez genannt), der die Grenze zwischen Bolivien und Brasilien bildet. Die Art kommt in den Nebenflüssen und Überschwemmungsgebieten dieser Region vor.

Sein natürlicher Lebensraum sind flache, langsam fließende Flussbereiche mit sandigem Grund und Falllaub. Das Wasser ist warm (26–28 °C), weich und leicht sauer. In der Natur lebt er in großen Gruppen und durchsucht den Sandboden systematisch nach Nahrung. Die höhere Temperaturpräferenz im Vergleich zu anderen Corydoras-Arten macht ihn zu einem idealen Partner für wärmeliebende Fische wie Diskus und Skalare.

Lebensweise & Verhalten

Corydoras Sterbai ist ein geselliger, friedlicher Bodenbewohner, der in Gruppen gehalten werden sollte. In der Natur lebt er in Schwärmen von Dutzenden bis Hunderten von Tieren, die gemeinsam den Boden nach Nahrung durchsuchen. Im Aquarium zeigt er dieses Verhalten ebenfalls – die Tiere bilden lose Gruppen und gründeln gemeinsam durch den Sand.

Wie alle Panzerwelse ist er in der Lage, atmosphärische Luft zu schlucken und über den Darm Sauerstoff aufzunehmen. Gelegentliche Ausflüge zur Wasseroberfläche zum Luftschnappen sind daher normal und kein Zeichen von Sauerstoffmangel. Er ist vorwiegend dämmerungsaktiv, zeigt aber im Aquarium auch tagsüber Aktivität, besonders zur Fütterungszeit.

Ernährung

Corydoras Sterbai ist ein Allesfresser, der den Bodengrund systematisch nach Futterresten, Würmern und kleinen Krebstieren durchsucht. Im Aquarium nimmt er sinkende Tabletten, Granulat, Frostfutter und Lebendfutter gerne an. Spezielle Welstabletten und Bodenfuttertabletten sind eine gute Basis.

Ergänze die Ernährung regelmäßig mit Frostfutter (Tubifex, Artemia, Mückenlarven) und Lebendfutter. Obwohl Panzerwelse oft als „Resteverwerter" bezeichnet werden, solltest du sie gezielt füttern und nicht darauf vertrauen, dass sie genug Futterreste finden. Füttere bevorzugt am Abend, wenn die Tiere aktiver werden.

Fortpflanzung

Die Zucht von Corydoras Sterbai gelingt im Aquarium regelmäßig. Ein Auslöser für die Laichbereitschaft ist ein großer Wasserwechsel mit etwas kühlerer Wassertemperatur, der einen Regenschauer simuliert. Die Paarung erfolgt in der typischen „T-Position" der Panzerwelse, bei der das Weibchen das Sperma des Männchens aufnimmt und die Eier in einer Tasche aus ihren Bauchflossen transportiert.

Das Weibchen klebt die befruchteten Eier (20–100 Stück) einzeln oder in kleinen Gruppen an Aquarienscheiben, Pflanzenblätter oder glatte Oberflächen. Die Eier schlüpfen nach 3–5 Tagen bei 26 °C. Die Jungfische sind relativ groß und können sofort mit Artemia-Nauplien und feinem Staubfutter aufgezogen werden. Um die Schlupfrate zu erhöhen, kannst du die Eier in ein separates Aufzuchtbecken überführen.

Haltung im Aquarium

Für eine Gruppe von mindestens 6 Corydoras Sterbai eignet sich ein Aquarium ab 80 Litern. Der Bodengrund muss aus feinem Sand bestehen – scharfkantiger Kies kann die empfindlichen Barteln verletzen. Einige Verstecke aus Wurzeln, Steinen und Pflanzen vervollständigen die Einrichtung.

Die Wassertemperatur sollte zwischen 24 und 28 °C liegen – er verträgt auch höhere Temperaturen bis 30 °C, was ihn zum perfekten Begleitfisch für Diskusbecken macht. Der pH-Wert sollte bei 6,0–7,5 liegen, weiches bis mittelhartes Wasser wird bevorzugt. Die Vergesellschaftung mit friedlichen Salmlern, Bärblingen, Skalaren und anderen ruhigen Arten ist problemlos möglich.

Gefährdung & Schutzstatus

Corydoras Sterbai wird von der IUCN als „Least Concern" (nicht gefährdet) eingestuft. Die Art kommt in einem relativ begrenzten Gebiet am Rio Guaporé vor, ist dort aber lokal häufig. Durch die intensive Zucht in Fischfarmen (hauptsächlich in Tschechien und Südostasien) ist die Art heute vollständig als Nachzucht verfügbar.

Die kommerzielle Zucht hat den Druck auf die Wildpopulationen erheblich reduziert. Im Fachhandel sind fast ausschließlich Nachzuchten erhältlich, die robuster und günstiger als Wildfänge sind. Die Art ist einer der am häufigsten gezüchteten Panzerwelse weltweit.

Quellen

  1. FishBase: Corydoras sterbaifishbase.se
  2. Seriously Fish: Corydoras sterbaiseriouslyfish.com
  3. IUCN Red List: Corydoras sterbaiiucnredlist.org
  4. Fuller, I. A. M. & Evers, H.-G. (2005): Identifying Corydoradinae Catfish. Ian Fuller Enterprises.
  5. Riehl, R. & Baensch, H. A. (2002): Aquarien Atlas. Mergus Verlag.

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