Der Goldene Streifenhechtling ist ein farbenprächtiger Oberflächenfisch aus Südasien. Mit seinem langgestreckten Körper und der gold-grünlichen Grundfärbung ist er ein attraktiver Bewohner für bepflanzte Aquarien. Als typischer Oberflächenjäger springt er gerne, weshalb eine Abdeckung unerlässlich ist.
| Wissenschaftlicher Name | Aplocheilus lineatus |
| Ordnung | Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes) |
| Familie | Asiatische Killifische (Aplocheilidae) |
| Gattung | Aplocheilus |
| Größe | 8–10 cm |
| Gewicht | 5–15 g |
| Lebenserwartung | 3–5 Jahre |
| Verbreitung | Indien, Sri Lanka |
| Lebensraum | Süßwasser – stehende und langsam fließende Gewässer, Oberflächenbewohner |
| Schutzstatus | Nicht gefährdet (LC) – IUCN |
| Aquarium | ab 80 Liter |
| Temperatur | 22–28 °C |
| pH-Wert | 6.0–7.5 |
| Wasserhärte | 5–15 °dGH |
Beschreibung & Aussehen
Der Goldene Streifenhechtling erreicht eine Körperlänge von 7–10 cm und besitzt einen langgestreckten, oberseits abgeflachten Körper, der an einen kleinen Hecht erinnert. Die Grundfärbung ist bei der Goldform leuchtend goldgelb bis orangefarben, während die Wildform eher grünlich-braun mit metallischem Glanz gefärbt ist. Entlang der Flanken verlaufen mehrere glänzende Längsstreifen.
Das Maul ist oberständig und breit – eine perfekte Anpassung an das Leben an der Wasseroberfläche, wo der Fisch nach Insekten jagt. Die Flossen sind bei Männchen intensiver gefärbt und größer als bei Weibchen. Männchen zeigen zudem kräftigere Farben und haben oft einen roten Rand an der Schwanzflosse. Die Augen sind groß und sitzen hoch am Kopf, was dem Tier eine gute Sicht auf die Wasseroberfläche ermöglicht.
Verbreitung & Lebensraum
Der Goldene Streifenhechtling stammt aus Indien und Sri Lanka, wo er in einer Vielzahl von Süßwasserlebensräumen vorkommt. Du findest ihn in langsam fließenden Bächen, Reisfeldern, Bewässerungskanälen, Tümpeln und den Randbereichen von Flüssen. Er bevorzugt flache, dicht bewachsene Gewässer mit Schwimmpflanzen.
In seiner Heimat bewohnt er bevorzugt die obere Wasserzone, wo er zwischen Schwimmpflanzen und überhängender Vegetation auf Beute lauert. Die Gewässer in seinem natürlichen Habitat sind oft leicht sauer bis neutral, weich bis mittelhart und durch Vegetation beschattet. Die Art ist sehr anpassungsfähig und kommt auch in leicht brackigen Küstengewässern vor.
Lebensweise & Verhalten
Der Goldene Streifenhechtling ist ein typischer Oberflächenfisch, der den größten Teil seines Lebens direkt unter der Wasseroberfläche verbringt. Dort lauert er regungslos auf Beute und schnellt blitzschnell nach vorne, wenn ein Insekt auf die Oberfläche fällt. Er ist ein ausgezeichneter Springer und kann problemlos aus offenen Aquarien entkommen.
Gegenüber anderen Oberflächenfischen kann er territorial sein, besonders Männchen untereinander. Gegenüber deutlich kleineren Fischen zeigt er Fressverhalten – alles, was ins Maul passt, wird als potenzielle Beute betrachtet. In einer kleinen Gruppe mit einem Männchen und mehreren Weibchen zeigt er sich am entspanntesten. Er ist überwiegend tagaktiv und besonders in den Morgen- und Abendstunden aktiv.
Ernährung
In der Natur ernährt sich der Goldene Streifenhechtling hauptsächlich von Insekten, die auf die Wasseroberfläche fallen, sowie von Mückenlarven und kleinen Krebstieren. Im Aquarium nimmst du am besten eine Mischung aus hochwertigem Flockenfutter, das an der Oberfläche schwimmt, und Lebendfutter wie Fruchtfliegen, Mückenlarven und kleinen Grillen.
Frostfutter wie Mückenlarven, Artemia und Daphnien werden ebenfalls gerne gefressen. Besonders begeistert zeigt sich der Fisch bei der Fütterung mit lebenden Insekten, die auf die Wasseroberfläche gesetzt werden – hier kannst du sein natürliches Jagdverhalten hervorragend beobachten. Füttere abwechslungsreich und in kleinen Portionen, die schnell gefressen werden.
Fortpflanzung
Die Zucht des Goldenen Streifenhechtlings ist relativ einfach und gelingt auch Anfängern. Die Tiere sind Dauerlaicher, die über mehrere Wochen hinweg täglich einige Eier an feinfiedrigen Pflanzen oder Wollmopps absetzen. Das Männchen treibt das Weibchen intensiv und presst sich während des Laichakts an dessen Seite.
Die Eier sind relativ groß, klebrig und werden an Pflanzen befestigt. Sie entwickeln sich bei 25 °C innerhalb von 10–14 Tagen. Die Jungfische sind nach dem Schlupf bereits recht groß und können sofort mit Artemia-Nauplien gefüttert werden. Da die Elterntiere zum Laichraub neigen, solltest du die Eier oder die Eltern nach dem Laichen separieren.
Haltung im Aquarium
Für den Goldenen Streifenhechtling empfiehlt sich ein Aquarium ab 80 Litern mit einer Kantenlänge von mindestens 80 cm. Eine dichte Bepflanzung mit Schwimmpflanzen wie Muschelblume, Wasserlinsen oder Froschbiss ist ideal, da sie dem Fisch Deckung bieten und das Licht dämpfen. Eine gut schließende Abdeckung ist zwingend erforderlich, da dieser Fisch ein exzellenter Springer ist.
Die Wassertemperatur sollte zwischen 22 und 28 °C liegen, der pH-Wert bei 6,0–7,5. Eine leichte Strömung ist ausreichend. Als Beifische eignen sich friedliche Arten, die die mittlere und untere Wasserzone bewohnen, wie Panzerwelse oder größere Salmler. Vermeide die Vergesellschaftung mit sehr kleinen Fischen wie Neons oder Endler-Guppys, da diese als Beute betrachtet werden könnten.
Gefährdung & Schutzstatus
Der Goldene Streifenhechtling wird von der IUCN als „Least Concern" (nicht gefährdet) eingestuft. Die Art ist in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet weit verbreitet und kommt in hoher Dichte vor. Lokale Bedrohungen bestehen durch die Umwandlung von Feuchtgebieten in landwirtschaftliche Flächen und den Einsatz von Pestiziden in Reisfeldern.
In der Aquaristik ist die goldene Zuchtform deutlich beliebter als die Wildform. Die meisten im Handel angebotenen Tiere stammen aus Zuchtfarmen in Südostasien, sodass der Druck auf Wildpopulationen gering ist.
Quellen
- FishBase: Aplocheilus lineatus – fishbase.se
- Seriously Fish: Aplocheilus lineatus – seriouslyfish.com
- IUCN Red List: Aplocheilus lineatus – iucnredlist.org
- Riehl, R. & Baensch, H. A. (2002): Aquarien Atlas. Mergus Verlag.
- Huber, J. H. (1996): Killi-Data. Société Française d'Ichtyologie.
