Der Leoparden-Kugelfisch ist einer der größten Kugelfische im Meerwasserbereich und kann bis zu 65 cm lang werden. Mit seinem auffälligen Landkartenmuster, das ihm den englischen Namen „Map Puffer" eingebracht hat, und seiner intelligenten Persönlichkeit ist er ein außergewöhnlicher Pflegling für sehr große Meerwasseraquarien.
| Wissenschaftlicher Name | Arothron mappa |
| Ordnung | Kugelfischartige (Tetraodontiformes) |
| Familie | Kugelfische (Tetraodontidae) |
| Gattung | Arothron |
| Größe | 40–65 cm |
| Gewicht | 2.000–5.000 g |
| Lebenserwartung | 10–20 Jahre |
| Verbreitung | Indo-Pazifik (von Ostafrika bis Samoa) |
| Lebensraum | Salzwasser – Korallenriffe, Lagunen und Riffhänge |
| Schutzstatus | Nicht gefährdet (LC) – IUCN |
| Aquarium | ab 2.000 Liter |
| Temperatur | 24–27 °C |
| pH-Wert | 8,1–8,4 |
| Wasserhärte | Meerwasser |
Beschreibung & Aussehen
Der Leoparden-Kugelfisch gehört mit einer Körperlänge von 40–65 cm zu den größten Vertretern der Kugelfische. Sein massiger, rundlicher Körper zeigt ein komplexes Muster aus dunklen, verzweigten Linien auf hellem Grund, das an eine geografische Landkarte erinnert. Die Grundfärbung variiert von cremefarben bis gelblich, die Zeichnung ist dunkelbraun bis schwarz.
Wie alle Kugelfische kann auch Arothron mappa sich bei Gefahr mit Wasser aufblasen und seinen Körper auf ein Vielfaches des normalen Umfangs vergrößern. Die Haut und die inneren Organe enthalten Tetrodotoxin, eines der stärksten bekannten Nervengifte. Die Augen sind auffällig groß und können unabhängig voneinander bewegt werden. Das kräftige Gebiss aus verwachsenen Zahnplatten kann mühelos Muscheln, Krebstiere und Korallen knacken.
Verbreitung & Lebensraum
Der Leoparden-Kugelfisch ist im Indo-Pazifik verbreitet und kommt von der ostafrikanischen Küste über den Indischen Ozean bis nach Samoa, Japan und Australien vor. Er bewohnt Korallenriffe, Lagunen und geschützte Riffbereiche in Tiefen von 3–30 Metern.
Erwachsene Tiere sind meist einzelgängerisch und durchstreifen große Areale auf der Suche nach Nahrung. Sie bevorzugen Bereiche mit reichem Korallenbewuchs und Schwammvorkommen, die als Nahrungsquelle dienen. Jungfische sind häufiger in flachen Lagunen und geschützten Buchten anzutreffen.
Lebensweise & Verhalten
Der Leoparden-Kugelfisch ist ein intelligenter, neugieriger und erstaunlich persönlichkeitsstarker Fisch. In Gefangenschaft entwickeln die Tiere eine enge Bindung an ihren Pfleger, erkennen verschiedene Personen und können sogar Kunststücke lernen. Sie schwimmen aktiv zur Scheibe, wenn sie ihren Besitzer sehen, und lassen sich manchmal sogar streicheln.
Trotz dieser Zutraulichkeit ist der Leoparden-Kugelfisch ein kräftiger Räuber, der mit seinen Zahnplatten mühelos Korallen, Muscheln und Krebstiere knackt. Er ist tagaktiv und durchstreift sein Revier systematisch. Gegenüber anderen Fischen kann er dominant, aber nicht übermäßig aggressiv auftreten – jedoch können Flossen anderer Fische angeknabbert werden.
Ernährung
In der Natur ernährt sich der Leoparden-Kugelfisch von Schwämmen, Korallen, Algen, Muscheln, Krebstieren, Seeigeln und anderen hartschaligen Wirbellosen. Seine kräftigen Zahnplatten ermöglichen es ihm, selbst die härtesten Schalen mühelos zu knacken.
Im Aquarium benötigt er eine abwechslungsreiche Kost aus Muscheln, Garnelen, Krill, Tintenfisch und gelegentlich Schwammpräparaten. Hartschalige Nahrung wie ganze Muscheln, Krebstiere und Schnecken ist essenziell, um die ständig nachwachsenden Zahnplatten natürlich abzunutzen. Ohne diese Abnutzung können die Zähne zu lang werden und das Fressen behindern. Füttere zwei- bis dreimal täglich entsprechend der enormen Körpergröße.
Fortpflanzung
Über die Fortpflanzung des Leoparden-Kugelfisches in freier Natur ist wenig bekannt. Wie bei anderen Arothron-Arten wird vermutet, dass die Paarung in der Dämmerung stattfindet und die Eier pelagisch ins freie Wasser abgegeben werden.
Die Zucht im Aquarium ist bisher nicht gelungen und gilt als extrem schwierig. Die Geschlechter sind äußerlich kaum zu unterscheiden, und die Haltung eines Paares in ausreichend großen Becken ist logistisch herausfordernd. Alle im Handel erhältlichen Tiere stammen aus Wildfängen.
Haltung im Aquarium
Der Leoparden-Kugelfisch benötigt aufgrund seiner enormen Endgröße ein Meerwasseraquarium ab 2.000 Litern – idealerweise deutlich mehr. Das Becken sollte robust eingerichtet sein, da der kräftige Fisch Dekorationen verschieben und zerstören kann. Riffaquarien sind nicht geeignet, da der Fisch Korallen und Wirbellose frisst.
Die Wasserwerte sollten stabil bei 24–27 °C, Salzgehalt 1.023–1.025 und pH 8,1–8,4 gehalten werden. Eine leistungsfähige Filterung ist aufgrund der hohen Stoffwechselprodukte essenziell. Vergesellschafte den Leoparden-Kugelfisch nur mit robusten, gleichgroßen Fischen – kleine Fische und Wirbellose werden als Nahrung betrachtet. Dieser Fisch ist aufgrund seiner Größen- und Platzanforderungen nur für sehr erfahrene Halter mit entsprechend großen Anlagen geeignet.
Gefährdung & Schutzstatus
Der Leoparden-Kugelfisch wird von der IUCN als „Least Concern" (nicht gefährdet) eingestuft. Die Art ist im Indo-Pazifik weit verbreitet und die Populationen gelten als stabil. Allerdings ist der Lebensraum durch die Zerstörung von Korallenriffen zunehmend bedroht.
Die Sammlung für den Aquarienhandel erfolgt in begrenztem Umfang, da die Art aufgrund ihrer Größe und ihres Giftgehalts nur von wenigen Spezialisten gehalten wird. In einigen Regionen wird der Fisch trotz seines Tetrodotoxin-Gehalts als Delikatesse verzehrt (nach spezieller Zubereitung), was lokal zu einer Befischung führt.
Quellen
- FishBase: Arothron mappa – fishbase.se
- Coral Magazine – Kugelfische im Meerwasseraquarium – coral-magazine.com
- Ebert, K. (2001): The Puffers of Fresh and Brackish Waters. Aqualog Verlag.
- IUCN Red List: Arothron mappa – iucnredlist.org
