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Panda-Panzerwels (Corydoras panda)

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Panda-Panzerwels (Corydoras panda)

Bildquelle: Pavaphon Supanantananont / shutterstock.com

Zusammenfassung

Der Panda-Panzerwels verdankt seinen Namen den charakteristischen schwarzen Augenflecken, die an einen Pandabären erinnern. Dieser kleine, friedliche Bodenbewohner aus Peru gehört zu den beliebtesten Corydoras-Arten und ist ein idealer Bewohner für Gemeinschaftsaquarien.

Der Panda-Panzerwels verdankt seinen Namen den charakteristischen schwarzen Augenflecken, die an einen Pandabären erinnern. Dieser kleine, friedliche Bodenbewohner aus Peru gehört zu den beliebtesten Corydoras-Arten und ist ein idealer Bewohner für Gemeinschaftsaquarien.

Steckbrief: Panda-Panzerwels (Corydoras panda)
Wissenschaftlicher NameCorydoras panda
OrdnungWelsartige (Siluriformes)
FamiliePanzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae)
GattungCorydoras
Größe4–5 cm
Gewicht3–5 g
Lebenserwartung8–10 Jahre
VerbreitungSüdamerika (Peru, Río Ucayali)
LebensraumKlare Bergbäche und Flüsse der östlichen Andenausläufer
SchutzstatusNicht gefährdet (LC) – IUCN
Aquariumab 60 Liter
Temperatur22–26 °C
pH-Wert6,0–7,5
Wasserhärte2–12 °dGH

Beschreibung & Aussehen

Der Panda-Panzerwels erreicht eine Körperlänge von nur 4–5 cm und gehört damit zu den kleineren Corydoras-Arten. Sein gedrungener Körper ist wie bei allen Panzerwelsen von zwei Reihen überlappender Knochenplatten bedeckt. Die Grundfärbung ist cremeweiß bis hellbeige mit einem leichten Rosaton.

Das namensgebende Panda-Muster besteht aus drei markanten schwarzen Flecken: einem über dem Auge (wie bei einem Pandabären), einem an der Rückenflossenbasis und einem am Schwanzansatz. Dieses Dreifach-Muster ist unverkennbar und macht den Panda-Panzerwels zu einem der am leichtesten identifizierbaren Corydoras. Das unterständige Maul ist von zwei Paar Barteln umgeben.

Verbreitung & Lebensraum

Der Panda-Panzerwels stammt aus Peru, wo er im Einzugsgebiet des Río Ucayali in den östlichen Andenausläufern vorkommt. Er wurde erst 1971 wissenschaftlich beschrieben und stammt aus relativ kühlen, klaren Bergbächen in Höhenlagen zwischen 300 und 1.000 Metern.

In seinem natürlichen Lebensraum bewohnt er Gewässer mit sandigem oder kiesigem Untergrund, klarem, sauerstoffreichem Wasser und moderater Strömung. Die Wassertemperaturen sind in diesen Bergbächen kühler als in vielen anderen tropischen Gewässern, was bei der Aquarienhaltung berücksichtigt werden sollte.

Lebensweise & Verhalten

Wie alle Corydoras ist der Panda-Panzerwels ein ausgesprochen geselliger Fisch, der in Gruppen von mindestens sechs Tieren gehalten werden sollte. In der Gruppe zeigen die Tiere ein aktives, natürliches Verhalten und durchsuchen gemeinsam den Bodengrund nach Nahrung.

Die Tiere sind friedlich, verspielt und zeigen oft synchrones Verhalten – sie schwimmen, fressen und ruhen gemeinsam. Wie andere Corydoras beherrschen sie die Darmatmung und schwimmen gelegentlich an die Wasseroberfläche, um Luft zu schnappen. Der Panda-Panzerwels ist überwiegend dämmerungsaktiv, zeigt aber auch tagsüber Aktivität.

Ernährung

Der Panda-Panzerwels ist ein Allesfresser, der den Bodengrund systematisch nach Nahrung durchsucht. Im Aquarium nimmt er bereitwillig sinkende Futtertabletten, feines Granulat und Flockenfutter an, das auf den Boden gesunken ist.

Ergänze den Speiseplan regelmäßig mit Lebend- oder Frostfutter wie Artemia, weißen und schwarzen Mückenlarven, Tubifex und Daphnien. Der Panda-Panzerwels ist kein reiner Resteverwerter – er benötigt gezieltes Bodenfutter, um optimal versorgt zu sein. Achte darauf, dass genügend Futter den Bodengrund erreicht und nicht von schnelleren Beifischen abgefangen wird.

Fortpflanzung

Die Zucht des Panda-Panzerwelses gelingt im Aquarium bei guten Bedingungen. Ein größerer Wasserwechsel mit etwas kühlerem Wasser (2–3 °C unter der normalen Temperatur) simuliert die Regenzeit und stimuliert die Laichbereitschaft. Die Paarung erfolgt in der charakteristischen T-Stellung der Corydoras.

Das Weibchen legt 20–40 Eier einzeln oder in kleinen Gruppen an Scheiben, Pflanzenblättern oder glatten Oberflächen ab. Die Eier sind klebrig und relativ groß im Vergleich zur Körpergröße des Fisches. Die Larven schlüpfen nach 4–5 Tagen und können mit feinem Staubfutter und Artemia-Nauplien aufgezogen werden. Die Aufzucht ist etwas anspruchsvoller als bei C. aeneus.

Haltung im Aquarium

Für eine Gruppe Panda-Panzerwelse empfiehlt sich ein Aquarium ab 60 Litern mit feinem Sand als Bodengrund. Grober Kies ist ungeeignet, da er die empfindlichen Barteln verletzen kann. Biete Versteckmöglichkeiten durch Wurzeln und Pflanzen, aber auch freie Sandflächen zum Gründeln.

Die Wassertemperatur sollte zwischen 22 und 26 °C liegen – der Panda-Panzerwels mag es etwas kühler als viele andere tropische Fische. Der pH-Wert sollte bei 6,0–7,5 liegen. Eine gute Filterung mit moderater Strömung und regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig. Ideale Beifische sind Salmler, Bärblinge, andere Corydoras-Arten und Zwergbuntbarsche.

Gefährdung & Schutzstatus

Der Panda-Panzerwels wird von der IUCN als „Least Concern" (nicht gefährdet) eingestuft. Sein natürliches Verbreitungsgebiet in Peru ist relativ begrenzt, aber die Art wird in großem Umfang in Zuchtfarmen vermehrt.

Im Aquarienhandel werden fast ausschließlich Nachzuchten angeboten, was den Druck auf die Wildpopulationen minimiert. Die natürlichen Lebensräume in den Andenausläufern sind jedoch durch Abholzung, Bergbau und landwirtschaftliche Nutzung bedroht.

Quellen

  1. FishBase: Corydoras pandafishbase.se
  2. IUCN Red List: Corydoras pandaiucnredlist.org
  3. Seriously Fish: Corydoras pandaseriouslyfish.com
  4. Fuller, I.A.M. & Evers, H.-G. (2005): Identifying Corydoradinae Catfish. Ian Fuller Enterprises.
  5. Burgess, W.E. (1989): An Atlas of Freshwater and Marine Catfishes. TFH Publications.

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