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Papageienplaty (Xiphophorus variatus)

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Papageienplaty (Xiphophorus variatus)

Bildquelle: Dan Olsen / shutterstock.com

Zusammenfassung

Der Papageienplaty, auch Variatus-Platy genannt, ist ein farbenfroher und robuster lebendgebärender Zahnkarpfen aus Mexiko. Er ist anpassungsfähiger als der verwandte Platy und toleriert ein breites Temperaturspektrum, was ihn auch für kühlere Aquarien und Gartenteiche im Sommer geeignet macht.

Der Papageienplaty, auch Variatus-Platy genannt, ist ein farbenfroher und robuster lebendgebärender Zahnkarpfen aus Mexiko. Er ist anpassungsfähiger als der verwandte Platy und toleriert ein breites Temperaturspektrum, was ihn auch für kühlere Aquarien und Gartenteiche im Sommer geeignet macht.

Steckbrief: Papageienplaty (Xiphophorus variatus)
Wissenschaftlicher NameXiphophorus variatus
OrdnungZahnkärpflinge (Cyprinodontiformes)
FamilieLebendgebärende Zahnkarpfen (Poeciliidae)
GattungXiphophorus
Größe4–7 cm
Gewicht3–8 g
Lebenserwartung3–5 Jahre
VerbreitungMexiko (Atlantikküste, Veracruz bis Tamaulipas)
LebensraumFlüsse, Bäche, Quellen und Bewässerungsgräben
SchutzstatusNicht gefährdet (LC) – IUCN
Aquariumab 60 Liter
Temperatur15–28 °C
pH-Wert7,0–8,5
Wasserhärte10–25 °dGH

Beschreibung & Aussehen

Der Papageienplaty erreicht eine Körperlänge von 4–7 cm, wobei Weibchen etwas größer werden als Männchen. Die Wildform zeigt eine olivfarbene bis gelbliche Grundfärbung mit variablen Mustern aus roten, orangefarbenen und blauen Flecken – daher der wissenschaftliche Name „variatus". Der Schwanzflossenstiel ist oft leuchtend gelb bis orange gefärbt.

Durch Zucht entstanden zahlreiche Farbvarianten, darunter der Sonnenuntergangsplaty (Orange-Rot), der Hawaii-Platy (rot-blau), der Marigold-Platy (leuchtend gelb) und viele weitere. Männchen besitzen wie alle Poeciliiden ein Gonopodium (umgewandelte Afterflosse) und sind schlanker als die fülliger gebauten Weibchen.

Verbreitung & Lebensraum

Der Papageienplaty stammt aus dem östlichen Mexiko, wo er von Tamaulipas im Norden bis Veracruz im Süden entlang der Atlantikküste verbreitet ist. Du findest ihn in einer Vielzahl von Gewässertypen – von klaren Bergbächen und Quellen über Flüsse bis hin zu Bewässerungsgräben und Kanälen.

Bemerkenswert ist seine Fähigkeit, in Gewässern mit sehr unterschiedlichen Temperaturen zu leben – von kühlen Bergbächen mit 15 °C bis hin zu warmen Tieflandflüssen mit über 28 °C. Diese Temperaturtoleranz ist deutlich breiter als bei den meisten anderen tropischen Aquarienfischen und macht ihn besonders pflegeleicht.

Lebensweise & Verhalten

Papageienplatys sind friedliche, gesellige Fische, die am besten in Gruppen von mindestens fünf Tieren gehalten werden. Wie bei allen Lebendgebärenden solltest du auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis achten – idealerweise zwei bis drei Weibchen pro Männchen, um Stress durch ständige Balz zu reduzieren.

Die Tiere schwimmen aktiv in allen Wasserzonen und zeigen ein neugieriges, lebhaftes Verhalten. Männchen rivalisieren untereinander durch Imponierverhalten und gelegentliches Jagen, verletzen sich aber nicht ernsthaft. Der Papageienplaty ist robuster und aktiver als der verwandte Platy und eignet sich hervorragend für Gesellschaftsaquarien.

Ernährung

Der Papageienplaty ist ein unkomplizierter Allesfresser, der sowohl pflanzliche als auch tierische Kost gerne annimmt. Im Aquarium frisst er Flockenfutter, Granulat, Algentabletten und blanchiertes Gemüse. Ein hoher Anteil pflanzlicher Nahrung (Spirulina, Algenbeläge, Gemüse) entspricht seinen natürlichen Ernährungsgewohnheiten.

Ergänze den Speiseplan mit Lebend- oder Frostfutter wie Artemia, Daphnien und Mückenlarven. Eine abwechslungsreiche Ernährung fördert die Farbintensität und stärkt das Immunsystem. Papageienplatys grasen gerne Algenbeläge ab und helfen so bei der natürlichen Algenkontrolle im Aquarium.

Fortpflanzung

Als lebendgebärender Zahnkarpfen bringt der Papageienplaty vollständig entwickelte Jungfische zur Welt. Die Tragzeit beträgt etwa 4–6 Wochen. Ein Weibchen kann alle 30–40 Tage 20–80 Jungfische gebären, wobei die Wurfgröße mit dem Alter und der Größe des Weibchens zunimmt.

Die Jungfische sind bei der Geburt etwa 8–10 mm groß und sofort schwimmfähig. Biete dichte Pflanzenbestände als Deckung, da die Elterntiere ihren Nachwuchs fressen können. Die Jungen wachsen schnell und können mit feinem Flockenfutter und frisch geschlüpften Artemia aufgezogen werden. Die Geschlechtsreife wird bereits nach 3–4 Monaten erreicht.

Haltung im Aquarium

Der Papageienplaty benötigt ein Aquarium ab 60 Litern mit dichter Bepflanzung und freiem Schwimmraum. Die Wassertemperatur kann zwischen 15 und 28 °C liegen – diese enorme Spanne macht ihn auch für ungeheizte Aquarien und sogar für Gartenteiche im Sommer geeignet. Der pH-Wert sollte bei 7,0–8,5 liegen, die Wasserhärte bei 10–25 °dGH.

Der Papageienplaty bevorzugt mittelhartes bis hartes Wasser. In weichem, saurem Wasser fühlt er sich nicht wohl. Eine moderate Strömung und gute Filterung sind ausreichend. Geeignete Beifische sind andere Lebendgebärende, Panzerwelse, friedliche Barben und Regenbogenfische. Vermeide aggressive oder sehr große Beifische.

Gefährdung & Schutzstatus

Der Papageienplaty wird von der IUCN als „Least Concern" (nicht gefährdet) eingestuft. Er ist in seinem mexikanischen Verbreitungsgebiet häufig und anpassungsfähig. Verwilderte Populationen haben sich in verschiedenen tropischen und subtropischen Regionen etabliert.

Im Aquarienhandel werden ausschließlich Nachzuchten angeboten. Die zahlreichen Zuchtformen sind weltweit beliebt und gehören zu den meistverkauften Aquarienfischen. Wildpopulationen sind durch Habitatzerstörung und die Einführung invasiver Arten lokal bedroht.

Quellen

  1. FishBase: Xiphophorus variatusfishbase.se
  2. IUCN Red List: Xiphophorus variatusiucnredlist.org
  3. Seriously Fish: Xiphophorus variatusseriouslyfish.com
  4. Hieronimus, H. (2011): Guppys, Platys, Mollys und andere Lebendgebärende. GU Verlag.
  5. Wischnath, L. (1993): Atlas of Livebearers of the World. TFH Publications.

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