Der Rotrücken-Sägebarsch ist ein winziger, aber farbenprächtiger Tiefwasserfisch aus der Familie der Sägebarsche. Mit seiner rosaroten Färbung und seinem scheuen Wesen ist er ein Juwel für spezialisierte Nano-Riffaquarien.
| Wissenschaftlicher Name | Plectranthias inermis |
| Ordnung | Barschverwandte (Perciformes) |
| Familie | Sägebarsche (Serranidae) |
| Gattung | Plectranthias |
| Größe | 4–6 cm |
| Lebenserwartung | 3–5 Jahre |
| Verbreitung | Indopazifik (Rotes Meer bis Westpazifik) |
| Lebensraum | Tiefe Riffhänge, Geröllzonen, Höhlen, 20–100 m Tiefe |
| Schutzstatus | Nicht gefährdet (LC) – IUCN |
| Aquarium | ab 100 Liter |
| Temperatur | 24–27 °C |
| Salinität | 1,023–1,025 |
Beschreibung & Aussehen
Der Rotrücken-Sägebarsch ist mit einer Körperlänge von nur 4–6 cm einer der kleinsten Vertreter der Sägebarsche. Die Grundfärbung ist rosarot bis lachsfarben mit einem intensiver gefärbten Rücken, der den namensgebenden roten Farbton zeigt. Die Unterseite ist blasser und kann ins Weißliche übergehen.
Der Körper ist langgestreckt und leicht seitlich abgeflacht. Die großen Augen sind typisch für Tiefwasserarten und ermöglichen das Sehen bei schwachem Licht. Die Flossen sind transparent bis leicht rötlich gefärbt. Insgesamt wirkt der kleine Fisch wie ein Miniaturjuwel.
Verbreitung & Lebensraum
Der Rotrücken-Sägebarsch kommt im Indopazifik vor, vom Roten Meer bis zum westlichen Pazifik. Er bewohnt tiefe Riffhänge, Geröllzonen und Höhlen in Tiefen von 20–100 Metern, weit unterhalb der meisten Korallenriffe.
Die Tiere leben einzeln oder in kleinen Gruppen in Felsspalten und unter Überhängen, wo sie sich vor Fressfeinden verstecken. Aufgrund ihres Tiefwasservorkommens werden sie nur selten von Tauchern beobachtet und sind in der Aquaristik entsprechend selten.
Lebensweise & Verhalten
Der Rotrücken-Sägebarsch ist ein scheuer und zurückhaltender Fisch, der den Großteil des Tages in der Nähe von Verstecken verbringt. Er ist tagaktiv, hält sich aber bevorzugt in schattigen Bereichen auf, was seinem natürlichen Tiefwasserhabitat entspricht.
Gegenüber Artgenossen ist die Art relativ friedlich, wobei in kleineren Becken gelegentlich leichte Revierkämpfe auftreten können. Andere Fischarten werden weitgehend ignoriert, solange sie nicht zu groß oder aggressiv sind.
Ernährung
In der Natur ernährt sich der Rotrücken-Sägebarsch von kleinem Zooplankton und winzigen Krebstieren, die er in der Nähe seiner Verstecke fängt. Er ist ein Lauerjäger, der seine Beute aus dem Hinterhalt erbeutet.
Im Aquarium akzeptiert er nach einer Eingewöhnungsphase Frostfutter wie Artemia, Cyclops und fein zerkleinerte Mysis. Hochwertiges Granulat wird ebenfalls angenommen. Füttere mehrmals täglich kleine Portionen, da der kleine Fisch einen relativ hohen Stoffwechsel hat.
Fortpflanzung
Über die Fortpflanzung des Rotrücken-Sägebarsches in der Natur ist wenig bekannt. Vermutlich laichen die Tiere paarweise in der Dämmerung und geben pelagische Eier ins freie Wasser ab.
Im Aquarium wurde die Fortpflanzung bisher nur vereinzelt beobachtet. Die Aufzucht der winzigen Larven ist äußerst schwierig und erfordert spezialisiertes Lebendfutter wie Rädertierchen und Copepoden-Nauplien.
Haltung im Aquarium
Der Rotrücken-Sägebarsch eignet sich aufgrund seiner geringen Größe bereits für Nano-Riffaquarien ab 100 Litern. Die Einrichtung sollte zahlreiche kleine Höhlen und Verstecke bieten, da der scheue Fisch diese als Rückzugsorte benötigt. Dimme die Beleuchtung etwas ab oder biete schattige Bereiche, um dem Tiefwassercharakter gerecht zu werden.
Die Vergesellschaftung mit anderen friedlichen, kleinen Riffbewohnern ist problemlos möglich. Vermeide die Kombination mit großen oder aggressiven Arten, die den scheuen Sägebarsch stressen könnten. Die Wassertemperatur sollte 24–27 °C betragen.
Aufgrund seines Tiefwasservorkommens ist der Rotrücken-Sägebarsch im Handel selten und oft kostspielig. Wenn du ein Exemplar ergattern kannst, wirst du mit einem faszinierenden und farbenprächtigen Miniatur-Riffbewohner belohnt.
Gefährdung & Schutzstatus
Der Rotrücken-Sägebarsch wird von der IUCN als „Least Concern" (nicht gefährdet) eingestuft. Aufgrund seines Tiefwasservorkommens ist die Art jedoch schwer zu erfassen und die tatsächliche Bestandssituation nur unzureichend bekannt.
Für den Aquarienhandel werden nur geringe Mengen gefangen, da der Fang in großen Tiefen aufwendig und kostspielig ist. Eine Bedrohung durch den Aquarienhandel besteht daher nicht.
Quellen
- FishBase: Plectranthias inermis – fishbase.se
- IUCN Red List: Plectranthias inermis – iucnredlist.org
- Debelius, H. & Kuiter, R. H. (2007): Atlas der Meeresfische. Kosmos Verlag.
- Heemstra, P. C. & Randall, J. E. (1993): Groupers of the World. FAO Species Catalogue.
