Frösche

Rotwangen-Laubfrosch (Hyla gratiosa)

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Rotwangen-Laubfrosch (Hyla gratiosa)

Bildquelle: Donna Bollenbach / shutterstock.com

Zusammenfassung

Der Bellende Laubfrosch ist der größte einheimische Laubfrosch der USA und erreicht bis zu 7 cm Körperlänge. Seinen englischen Namen „Barking Treefrog" verdankt er seinem bellartigen Ruf, der an einen kleinen Hund erinnert. Er ist ein kräftiger, rundlicher Frosch mit einer auffällig gesprenkelten Färbung und lebt in den feuchten Wäldern der südöstlichen Küstenebene.

Der Bellende Laubfrosch ist der größte einheimische Laubfrosch der USA und erreicht bis zu 7 cm Körperlänge. Seinen englischen Namen „Barking Treefrog" verdankt er seinem bellartigen Ruf, der an einen kleinen Hund erinnert. Er ist ein kräftiger, rundlicher Frosch mit einer auffällig gesprenkelten Färbung und lebt in den feuchten Wäldern der südöstlichen Küstenebene.

Steckbrief: Rotwangen-Laubfrosch (Hyla gratiosa)
Wissenschaftlicher NameHyla gratiosa
OrdnungFroschlurche (Anura)
FamilieHylidae
GattungHyla
Größe5–7 cm
Gewicht10–20 g
Lebenserwartung5–10 Jahre
VerbreitungSüdöstliche USA (Küstenebene)
LebensraumFeuchte Wälder, Sümpfe, temporäre Gewässer
SchutzstatusNicht gefährdet (LC) – IUCN

Beschreibung & Aussehen

Der Bellende Laubfrosch ist der größte einheimische Vertreter der Gattung Hyla in den USA mit einer Körperlänge von 5–7 cm. Er hat einen kräftigen, rundlichen Körperbau mit einer glatten bis leicht körnigen Haut. Die Grundfärbung ist variabel – von leuchtend grün über olivgrün bis braun – und kann je nach Temperatur und Stimmung wechseln.

Charakteristisch sind die zahlreichen runden, dunklen Flecken auf der Oberseite, die dem Frosch ein gepunktetes Aussehen verleihen. Einige Exemplare zeigen auch helle Längsstreifen. Die Unterseite ist weißlich bis gelblich. Die Haftscheiben sind die größten aller nordamerikanischen Laubfrösche. Die Augen sind groß mit einer goldenen Iris.

Verbreitung & Lebensraum

Der Bellende Laubfrosch kommt in der Küstenebene der südöstlichen USA vor – von Virginia über North Carolina, South Carolina, Georgia, Florida bis nach Louisiana und in Teile von Tennessee und Kentucky. Sein Verbreitungsgebiet ist ähnlich wie das des Kiefernwald-Laubfrosches, erstreckt sich aber etwas weiter ins Landesinnere.

Er bewohnt feuchte Laubwälder und Kiefernwälder in der Nähe von Gewässern. Besonders häufig findest du ihn in den Baumkronen hoher Eichen und Kiefern, wo er tagsüber in Astgabeln und unter Rinde ruht. Zur Fortpflanzung wandert er zu temporären und permanenten Gewässern wie Teichen, Sümpfen und überfluteten Senken.

Lebensweise & Verhalten

Der Bellende Laubfrosch ist vorwiegend nachtaktiv, kann aber an regnerischen Tagen auch tagsüber aktiv sein. Er ist ein ausgezeichneter Kletterer und verbringt den Großteil seiner Zeit hoch oben in Baumkronen – oft in 10–20 Metern Höhe. An sonnigen Tagen sonnt er sich gerne auf Ästen und Blättern.

Seinen englischen Namen verdankt er seinem unverwechselbaren Ruf, der wie das Bellen eines kleinen Hundes klingt: ein lautes, einzelnes „Tonk" oder „Doonk", das in regelmäßigen Abständen wiederholt wird. Dieser Ruf ist besonders in warmen, feuchten Sommernächten zu hören. Während der Regenzeit steigt er zur Fortpflanzung von den Bäumen hinab zu den Gewässern.

Ernährung

Der Bellende Laubfrosch ernährt sich von verschiedenen Wirbellosen, die er in den Baumkronen und auf dem Waldboden erbeutet. Nachtfalter, Käfer, Fliegen, Spinnen und andere Insekten bilden die Hauptnahrung. Seine Größe ermöglicht es ihm, auch etwas größere Beutetiere zu überwältigen.

Im Terrarium fütterst du ihn mit Grillen, Heimchen, Wachsmaden und kleinen Heuschrecken. Die Futtertiere sollten regelmäßig mit Kalzium und Vitaminen bestäubt werden. Die Fütterung erfolgt abends, 2–3 Mal pro Woche.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung findet im Frühsommer (Mai–August) statt, ausgelöst durch warme Regenfälle. Die Männchen verlassen die Baumkronen und wandern zu flachen Gewässern, wo sie lautstark aus dem Wasser heraus rufen. Sie bilden große Rufchöre, die über weite Entfernungen hörbar sind.

Die Weibchen legen 1.500–4.000 Eier einzeln oder in kleinen Gruppen am Gewässergrund ab. Die Kaulquappen schlüpfen nach wenigen Tagen und fallen durch ihre Größe auf – sie können bis zu 6 cm lang werden und gehören damit zu den größten Kaulquappen nordamerikanischer Laubfrösche. Die Metamorphose dauert 40–70 Tage.

Haltung im Terrarium

Der Bellende Laubfrosch ist ein attraktives Terrarientier, das aufgrund seiner Größe und seines robusten Wesens auch für fortgeschrittene Einsteiger geeignet ist. Ein hohes Terrarium ab 60 × 40 × 60 cm mit Kletterästen, großen Blättern, Verstecken und einem Wasserbecken ist empfehlenswert.

Die Temperatur sollte tagsüber 24–28 °C betragen, nachts auf 18–22 °C absinken. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 60–80 % liegen. Eine Winterruhe bei 10–15 °C über 2–3 Monate fördert die Gesundheit und Fortpflanzungsbereitschaft. Beachte, dass der Frosch laut rufen kann – dies sollte bei der Standortwahl des Terrariums berücksichtigt werden.

Gefährdung & Schutzstatus

Der Bellende Laubfrosch wird von der IUCN als „Least Concern" (nicht gefährdet) eingestuft. Die Art ist in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets noch häufig. In einigen nördlichen Randgebieten (Virginia, Maryland) sind die Populationen jedoch rückläufig.

Bedrohungen sind der Verlust von Feuchtgebieten, die Zerstörung von Altholzbeständen und Pestizideinsatz. Da der Frosch zur Fortpflanzung auf temporäre Gewässer angewiesen ist, wirkt sich die Trockenlegung solcher Habitate besonders negativ aus. Der Schutz von Feuchtwaldbiotopen ist für die langfristige Erhaltung der Art entscheidend.

Quellen

  1. AmphibiaWeb: Hyla gratiosaamphibiaweb.org
  2. IUCN Red List: Hyla gratiosaiucnredlist.org
  3. Conant, R. & Collins, J. T. (1998): Reptiles and Amphibians: Eastern/Central North America. Houghton Mifflin.
  4. Elliott, L. et al. (2009): The Frogs and Toads of North America. Houghton Mifflin Harcourt.
  5. Dodd, C. K. (2013): Frogs of the United States and Canada. Johns Hopkins University Press.

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