Der Schwarze Nasendoktorfisch, auch Eleganter Nasendoktorfisch genannt, ist ein imposanter Riffbewohner des Indischen Ozeans. Mit seiner dunklen Grundfärbung, dem orangefarbenen Schwanzdorn und den auffälligen gelben Lippen ist er ein eindrucksvoller Bewohner für große Meerwasseraquarien.
| Wissenschaftlicher Name | Naso elegans |
| Ordnung | Barschverwandte (Perciformes) |
| Familie | Doktorfische (Acanthuridae) |
| Gattung | Naso |
| Größe | 30–45 cm |
| Lebenserwartung | 10–15 Jahre |
| Verbreitung | Indischer Ozean (Rotes Meer bis Indonesien) |
| Lebensraum | Korallenriffe, Außenriffe, Riffkanäle |
| Schutzstatus | Nicht gefährdet (LC) – IUCN |
| Aquarium | ab 1000 Liter |
| Temperatur | 24–27 °C |
| Salinität | 1,023–1,025 |
Beschreibung & Aussehen
Der Schwarze Nasendoktorfisch erreicht eine Körperlänge von 30–45 cm. Die Grundfärbung erwachsener Tiere ist dunkelbraun bis schwarz, wobei die Kopfregion etwas heller sein kann. Besonders markant sind die leuchtend gelben bis orangefarbenen Lippen, ein orangefarbener Streifen um die Augen und die orange gefärbten Kielplatten am Schwanzstiel.
Im Gegensatz zum verwandten Naso lituratus entwickelt der Schwarze Nasendoktorfisch kein verlängertes Horn auf der Stirn. Die Rückenflosse ist mit einem schmalen gelben Saum versehen. Jungtiere sind deutlich heller gefärbt und entwickeln die dunkle Adulttracht erst mit zunehmendem Alter. Die Schwanzflosse ist bei erwachsenen Tieren sichelförmig mit verlängerten Ecken.
Verbreitung & Lebensraum
Der Schwarze Nasendoktorfisch kommt im Indischen Ozean vor, vom Roten Meer und der ostafrikanischen Küste über die Malediven und Sri Lanka bis nach Indonesien. Du findest ihn an Korallenriffen, Außenriffen und in Riffkanälen in Tiefen von 5–30 Metern.
Die Tiere bevorzugen strömungsreiche Riffbereiche und sind oft an den exponierten Außenriffkanten anzutreffen. Jungtiere halten sich in geschützteren Riffbereichen auf und wandern mit zunehmendem Alter in die offeneren Zonen.
Lebensweise & Verhalten
Der Schwarze Nasendoktorfisch ist tagaktiv und zieht einzeln oder in kleinen Gruppen über das Riff. Er ist ein aktiver Schwimmer und durchstreift weite Bereiche auf der Suche nach Algen. Gegenüber anderen Fischarten ist er meist friedlich, kann aber gegenüber Artgenossen und ähnlich geformten Doktorfischen territorial sein.
Die scharfen orangefarbenen Kielplatten am Schwanzstiel dienen als Verteidigungswaffen und können bei Auseinandersetzungen eingesetzt werden. Nachts ruht der Fisch in geschützten Bereichen des Riffs.
Ernährung
In der Natur ernährt sich der Schwarze Nasendoktorfisch hauptsächlich von Makroalgen, insbesondere von braunen Blattalgen. Die auffälligen gelben Lippen sind speziell an das Abweiden von Algen angepasst.
Im Aquarium solltest du eine überwiegend pflanzliche Ernährung anbieten. Nori-Algenblätter, Spirulina-Granulat und gefrorene pflanzliche Futtersorten bilden die Basis. Ergänze mit Mysis und Artemia für eine ausgewogene Ernährung. Füttere mehrmals täglich, da die Tiere einen großen Appetit haben und ständig fressen müssen.
Fortpflanzung
Die Fortpflanzung findet in der Natur in Gruppen statt. Die Tiere steigen in der Dämmerung in die Wassersäule auf und geben Eier und Spermien ins freie Wasser ab. Die pelagischen Eier treiben mit der Strömung.
Die Larven durchlaufen eine mehrwöchige planktische Phase, die „Acronurus"-Stadium genannt wird, bevor sie sich als Jungtiere am Riff ansiedeln. Im Aquarium ist die Nachzucht bisher nicht gelungen.
Haltung im Aquarium
Der Schwarze Nasendoktorfisch benötigt ein Aquarium ab 1000 Litern. Die Tiere brauchen viel Schwimmraum und eine gute Strömung. Die Einrichtung sollte aus Lebendgestein bestehen, das Rückzugsmöglichkeiten bietet und gleichzeitig Algenwachstum fördert.
Halte nur ein einzelnes Exemplar, da Artgenossen nicht toleriert werden. Die Vergesellschaftung mit anderen Riffbewohnern ist möglich, vermeide jedoch die Kombination mit anderen Nasendoktorfischen. Er ist riffkompatibel und lässt Korallen in Ruhe.
Die Wassertemperatur sollte 24–27 °C betragen. Der Schwarze Nasendoktorfisch ist ein robuster Aquarienfisch, der bei guter Pflege eine Lebenserwartung von 10–15 Jahren erreichen kann. Bedenke vor dem Kauf die Endgröße und die langfristige Verpflichtung.
Gefährdung & Schutzstatus
Der Schwarze Nasendoktorfisch wird von der IUCN als „Least Concern" (nicht gefährdet) eingestuft. Die Bestände im Indischen Ozean sind stabil.
Für den Aquarienhandel werden die Tiere als Wildfänge importiert. Die Fangmengen sind moderat und die Art profitiert von Schutzmaßnahmen in verschiedenen Meeresschutzgebieten des Indischen Ozeans.
Quellen
- FishBase: Naso elegans – fishbase.se
- IUCN Red List: Naso elegans – iucnredlist.org
- Randall, J. E. (2001): Surgeonfishes of Hawaii and the World. Mutual Publishing.
- Debelius, H. & Kuiter, R. H. (2007): Atlas der Meeresfische. Kosmos Verlag.
- Fossa, S. A. & Nilsen, A. J. (2000): Das Korallenriff-Aquarium. Schmettkamp Verlag.
