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Smaragd-Barbe (Barbodes semifasciolatus)

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Smaragd-Barbe (Barbodes semifasciolatus)

Bildquelle: Pavaphon Supanantananont / shutterstock.com

Zusammenfassung

Die Smaragd-Barbe, auch als Chinesische Barbe oder Goldbarbe bekannt, ist ein robuster und anpassungsfähiger Schwarmfisch aus Ostasien. Die im Handel häufig anzutreffende goldgelbe Zuchtform hat ihr den Beinamen „Gold Barb" eingebracht, während die Wildform eine dezentere grünlich-silbrige Färbung zeigt.

Die Smaragd-Barbe, auch als Chinesische Barbe oder Goldbarbe bekannt, ist ein robuster und anpassungsfähiger Schwarmfisch aus Ostasien. Die im Handel häufig anzutreffende goldgelbe Zuchtform hat ihr den Beinamen „Gold Barb" eingebracht, während die Wildform eine dezentere grünlich-silbrige Färbung zeigt.

Steckbrief: Smaragd-Barbe (Barbodes semifasciolatus)
Wissenschaftlicher NameBarbodes semifasciolatus
OrdnungKarpfenartige (Cypriniformes)
FamilieKarpfenfische (Cyprinidae)
GattungBarbodes
Größe5–7 cm
Gewicht3–8 g
Lebenserwartung5–7 Jahre
VerbreitungSüdchina, Vietnam, Taiwan
LebensraumFließgewässer, Bäche, Reisfelder
SchutzstatusNicht gefährdet (LC) – IUCN
Aquariumab 80 Liter
Temperatur18–25 °C
pH-Wert6.0–8.0
Wasserhärte5–20 °dGH

Beschreibung & Aussehen

Die Smaragd-Barbe erreicht eine Körperlänge von 5–7 cm und besitzt eine typische, leicht hochrückige Barbenform. Die Wildform zeigt eine grünlich-silbrige Grundfärbung mit einem goldenen Schimmer und mehreren dunklen, unregelmäßigen Querstreifen an den Flanken. Die weit verbreitete Zuchtform „Gold Barb" ist leuchtend goldgelb bis orangefarben gefärbt.

Die Flossen sind transparent bis leicht gelblich, bei der Goldform intensiver gefärbt. Männchen sind schlanker und intensiver gefärbt als die fülliger gebauten Weibchen. Die Schuppen haben einen metallischen Glanz, der bei seitlichem Lichteinfall besonders auffällt. Am Maul befindet sich ein Paar kurzer Barteln.

Verbreitung & Lebensraum

Die Smaragd-Barbe stammt ursprünglich aus Südchina, Vietnam und Taiwan. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst die Flusssysteme südlich des Jangtse, einschließlich der Insel Hainan. Durch Aussetzungen und Aquarienflüchtlinge hat sie sich in einigen weiteren tropischen und subtropischen Regionen etabliert.

In der Natur bewohnt die Art schnell bis mäßig fließende Bäche und Flüsse, aber auch ruhigere Gewässer wie Reisfelder und Bewässerungskanäle. Sie bevorzugt klares Wasser mit steinigem oder sandigem Grund und einer moderaten Vegetation. Die Art ist sehr anpassungsfähig und toleriert ein breites Spektrum an Wasserbedingungen.

Lebensweise & Verhalten

Die Smaragd-Barbe ist ein lebhafter, friedlicher Schwarmfisch, den du in Gruppen von mindestens 6–8 Tieren halten solltest. Im Schwarm zeigen die Tiere ein aktives, aber unaufdringliches Schwimmverhalten und erkunden den gesamten Beckenbereich. Innerartlich kommt es gelegentlich zu harmlosen Rivalitäten zwischen den Männchen.

Anders als viele verwandte Barbenarten gilt die Smaragd-Barbe als ausgesprochen friedlich und belästigt keine langflossigen Beifische. Das macht sie zu einer hervorragenden Wahl für das Gesellschaftsaquarium. Die Tiere sind tagaktiv und zeigen besonders am Morgen und am späten Nachmittag erhöhte Aktivität.

Ernährung

Die Smaragd-Barbe ist ein unkomplizierter Allesfresser, der in der Natur Insektenlarven, Würmer, kleine Krebstiere, Algen und Pflanzenmaterial frisst. Im Aquarium nimmt sie problemlos handelsübliches Flockenfutter, Granulat, Frost- und Lebendfutter an.

Eine abwechslungsreiche Kost mit regelmäßigen Gaben von Lebendfutter wie Artemia, Daphnien und Mückenlarven fördert die Farbintensität und Vitalität. Auch pflanzliche Beikost wie Spirulina-Flocken oder blanchiertes Gemüse wird gerne gefressen.

Fortpflanzung

Die Zucht der Smaragd-Barbe ist relativ einfach und gelingt auch Einsteigern. Die Tiere sind Freilaicher, die ihre klebrigen Eier zwischen feinfiedrigen Pflanzen oder über einem Laichsubstrat verstreuen. Ein separates Zuchtbecken mit Laichrost oder dichtem Java-Moos ist empfehlenswert.

Ein Weibchen kann bei einem Laichvorgang 200–300 Eier abgeben. Die Larven schlüpfen bei 24–26 °C nach etwa 2 Tagen und schwimmen nach weiteren 2–3 Tagen frei. Frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien und Staubfutter sind geeignetes Erstfutter. Die Elterntiere sollten nach dem Laichen entfernt werden, da sie die Eier fressen.

Haltung im Aquarium

Die Smaragd-Barbe ist ein robuster und pflegeleichter Aquarienfisch, der sich für Anfänger hervorragend eignet. Ein Aquarium ab 80 Litern bietet einer Gruppe von 8–10 Tieren ausreichend Platz. Der Bodengrund kann aus Sand oder feinem Kies bestehen, eine dichte Randbepflanzung mit freiem Schwimmraum in der Mitte ist ideal.

Bemerkenswert ist die Toleranz der Art gegenüber kühleren Temperaturen – sie fühlt sich bei 18–25 °C wohl und kann daher auch ohne Heizer in temperierten Räumen gehalten werden. Das macht sie zu einer guten Wahl für unbeheizte Aquarien. Der pH-Wert kann zwischen 6,0 und 8,0 liegen.

Die Vergesellschaftung mit anderen friedlichen Fischen wie Bärblingen, Salmlern, Panzerwelsen und Schmerlen ist problemlos. Auch eine Haltung mit Garnelen und Schnecken ist möglich, wobei sehr kleine Garnelen gelegentlich als Beute angesehen werden können.

Gefährdung & Schutzstatus

Die Smaragd-Barbe wird von der IUCN als „Least Concern" (nicht gefährdet) eingestuft. Die Art ist in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet häufig und anpassungsfähig. Im Aquarienhandel ist sie fast ausschließlich als Nachzucht (meist in der Goldform) erhältlich.

In einigen Regionen außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets hat sich die Art als invasive Spezies etabliert und kann dort mit heimischen Fischarten in Konkurrenz treten.

Quellen

  1. FishBase: Barbodes semifasciolatusfishbase.se
  2. Seriously Fish: Barbodes semifasciolatusseriouslyfish.com
  3. Kottelat, M. (2013): The Fishes of the Inland Waters of Southeast Asia. Raffles Bulletin of Zoology, Supplement 27.
  4. IUCN Red List: Barbodes semifasciolatusiucnredlist.org

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